Wände streichen - So wird der Anstrich zum echten Hingucker
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Wenn die Wände nach Jahren plötzlich fad wirken oder der letzte Mieter eine grelle Farbe hinterlassen hat, ist Wände streichen die einfachste Lösung für ein neues Raumgefühl. Ich habe schon in jeder meiner Wohnungen mindestens einmal den Pinsel geschwungen und dabei gelernt, dass die Vorbereitung den entscheidenden Unterschied macht. Tapezieren ist ja oft aufwendig und teuer, aber ein frischer Anstrich kostet wenig und verändert alles. Letzte Woche habe ich mein Wohnzimmer in einem sanften Salbeigrün gestrichen, und plötzlich wirkt der Raum doppelt so groß. Dafür musste ich aber erst einmal alle Möbel in die Mitte rücken und mit Malerkrepp ganze Arbeit leisten. Die kleinen Unebenheiten in der Altbauwand habe ich vorher mit Spachtelmasse ausgeglichen, sonst sieht man später jede Delle. Gerade bei hellen Tönen ist das essenziell.
Bevor ihr loslegt, braucht ihr das richtige Werkzeug. Eine gute Farbrolle mit mittlerem Flor nimmt mehr Farbe auf und verteilt sie gleichmäßiger als die billigen aus dem Discounter. Dazu einen schmalen Pinsel für Ecken und Kanten, einen Farbeimer mit Abstreifgitter und natürlich Malerkrepp. Ich schwöre auf das Kreppband von Profi-Marken, weil es saubere Kanten hinterlässt und keine Farbe durchlässt. Denkt auch an eine Abdeckfolie für den Boden, denn Farbspritzer sind unvermeidbar. Bei meinem letzten Projekt habe ich vergessen, die Steckdosen abzukleben, und musste später mit einem feuchten Tuch die weißen Punkte entfernen. Das kostet nur Zeit. Wenn ihr eine dunkle Wand hell streichen wollt, plant eine Grundierung ein. Die sorgt dafür, dass die neue Farbe deckt und nicht nach zwei Anstrichen noch durchscheint.
Die Farbe selbst ist auch nicht egal. Ich nutze am liebsten matte Dispersionsfarbe aus dem Fachhandel, weil sie gut deckt und später abwaschbar ist. Für Küche und Bad nehme ich eine spezielle Feuchtraumfarbe, die Schimmel vorbeugt. Ein Liter reicht bei guter Qualität für etwa sechs bis acht Quadratmeter pro Anstrich. Rechnet lieber großzügig, denn nachkaufen ist ärgerlich, wenn die Charge leicht abweicht. Beim Wände streichen mische ich die Farbe vorher immer kräftig durch, auch wenn sie im Eimer schon fertig angerührt aussieht. Dann gieße ich einen Teil in eine kleinere Wanne und rolle direkt los. Fangt an einer fensterlosen Wand an und arbeitet euch zum Licht vor. So seht ihr Unebenheiten besser. Ich rolle immer in Bahnen von oben nach unten und überlappe die Ränder leicht.
Ein typischer Fehler beim Wände streichen ist, zu viel Farbe auf einmal aufzutragen. Lieber zwei dünne Schichten als eine dicke, denn sonst läuft die Farbe und bildet hässliche Tropfnase. Nach der ersten Schicht lasse ich die Wand mindestens vier Stunden trocknen, bei hoher Luftfeuchtigkeit auch länger. In meiner kleinen Altbauwohnung mit den hohen Decken habe ich früher immer gehetzt, aber das rächt sich. Zwischendurch lüfte ich kurz durch, damit die Lösungsmittel entweichen. Die zweite Schicht geht dann viel schneller und sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis. Wenn ihr eine Wand mit Strukturputz habt, nehmt eine dickere Rolle mit grobem Flor, damit die Farbe in alle Vertiefungen kommt. Bei glatten Wänden reicht ein feiner Flor.
Nach dem Streichen kommt der Moment der Wahrheit, wenn ihr das Kreppband abzieht. Zieht es langsam und in einem flachen Winkel ab, sonst reißt die frische Farbe mit. Sollte doch etwas Farbe auf der falschen Seite sein, könnt ihr das mit einem feinen Pinsel korrigieren. In meinem Schlafzimmer habe ich eine Akzentwand in Dunkelblau gestrichen, und der Kontrast zu den weißen Wänden ist fantastisch. Dazu passt ein Bett mit einem stabilen Stelaz listwowy und einer bequemen Matratze aus Kaltschaum. Wer nachts viel schwitzt, sollte auf eine atmungsaktive Matratze achten. Für Gäste habe ich eine kleine Couch, die sich ausziehen lässt. Eine Kanapa z funkcja spania ist praktisch, wenn Freunde übernachten. Aber sie braucht Platz, den ich in meiner Einzimmerwohnung nicht habe. Deshalb nutze ich lieber eine kompakte Wersalka, die tagsüber als Sitzgelegenheit dient und nachts zum Bett wird.

Die Wahl der Möbel beeinflusst auch, wie oft ihr die Wände streichen müsst. In Räumen mit viel Laufverkehr, wie dem Flur, setze ich auf eine halbglänzende Farbe, die sich abwischen lässt. Fingerabdrücke und Staub sind dort unvermeidbar. Einmal im Jahr reicht ein feuchtes Tuch, und die Wand sieht wieder frisch aus. In meinem Arbeitszimmer habe ich eine Wand in einem tiefen Grün gestrichen, das mich beim Arbeiten konzentriert hält. Dazu passt ein Schreibtisch aus hellem Holz und ein Regal mit Büchern. Die Farbe muss nicht teuer sein, aber sie sollte gut decken. Ich habe schon mit No-Name-Farben experimentiert und war enttäuscht. Nach drei Anstrichen war die Wand immer noch fleckig. Lieber gleich zu einer Marke greifen, die für ihre Deckkraft bekannt ist.
Wenn ihr die Wohnung verlasst, müsst ihr oft die Wände wieder weiß streichen. Das ist der nervigste Teil, aber mit der richtigen Technik geht es schnell. Ich nutze dann eine weiße Grundierung, die den alten Farbton überdeckt. Das spart Zeit und Farbe. Nach dem ich die Fenster weit offen, damit der Geruch verfliegt. In meiner Küche habe ich eine Wand mit einer speziellen Latexfarbe gestrichen, die Fett und Dampf standhält. Das war eine gute Investition, denn Kochen hinterlässt sonst gelbe Ränder. Generell gilt: Lieber einmal richtig als zweimal billig. Das Material macht den Unterschied, nicht die Menge.
Ein letzter Tipp von mir: Plant genug Zeit ein. Wände streichen dauert länger, als man denkt. Für ein 20-Quadratmeter-Zimmer mit zwei Anstrichen braucht ihr einen ganzen Tag, inklusive Trocknungszeiten. Ich mache das immer an einem Wochenende, wenn ich nicht unter Druck stehe. Und hört gute Musik dabei, das macht die Arbeit leichter. Nach dem Streichen fühlt sich die Wohnung wie neu an, und ihr habt etwas Geschaffenes vor Augen. Das ist das Schöne an diesem Projekt: Es ist einfach, günstig und der Effekt riesig. Also ran an die Rollen und los geht es.
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